Fünf Jahre nach Rhein-Havarie: Urteil korrigiert

Köln (dpa/lnw) - Mehr als fünf Jahre nach der Havarie eines Rheinschiffs bei Köln hat ein Berufungsgericht das ursprüngliche Urteil gegen den Schiffsführer in Teilen korrigiert. Nach Ansicht des Schifffahrtsobergerichts Köln hat die erste Instanz die Verschmutzung des Rheins durch das Unglück zu hoch geschätzt, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Im März 2007 waren bei einem missglückten Wendemanöver des Containerschiffs «Excelsior» auf dem Rhein bei Köln 32 Container über Bord gegangen, darunter auch Gefahrgutbehälter. Der Fluss war daraufhin mehrere Tage für die Schifffahrt gesperrt.

Im ersten Urteil hatte das Amtsgericht Duisburg-Ruhrort 2009 den Schiffsführer zu einer Geldstrafe von 3200 Euro verurteilt. Dagegen legten sowohl Staatsanwaltschaft als auch der Rheinschiffer Berufung ein. In der zweiten und letzten Instanz wurde nun die Anzahl der Tagessätze aus genannten Gründen zwar gesenkt. Dennoch stieg die Gesamtstrafe auf 3900 Euro, da das Kölner Gericht von einem höheren Einkommen des Mannes ausging.

Mitteilung des Gerichts

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