Fukushima-Jahrestag: Demonstration in Jülich

Jülich (dpa/lnw) - Drei Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben Atomkraft-Gegner zu einer Demonstration am umstrittenen Forschungszentrum Jülich aufgerufen. Die Veranstalter erwarten für diesen Samstag mehrere Hundert Teilnehmer, wie ein Sprecher der Polizei in Düren am Freitag sagte.

Mit der Demonstration wollen sich mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände solidarisch zeigen mit den Menschen in der japanischen Region Fukushima. Infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 waren drei der sechs Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima zerstört worden. Die Gegend ist bis heute verstrahlt.

Die Kundgebung am Samstag finde auch deshalb in Jülich statt, weil es dort «gefährliche, unbewältigte atomare Altlasten» gebe, erklärten die Veranstalter.

In Jülich lagern 152 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Brennelementen. Sie sollen nach einer Übergangszeit in ihr Herkunftsland, die USA, gebracht werden. Eine reguläre Erlaubnis für die Lagerung in Jülich fehlt weiterhin: Derzeit gilt eine Übergangsregelung, die das Landeswirtschaftsministerium als Atomaufsicht befristet bis zum 31. Juli 2014 verlängert hat.

Die Atomkraft-Gegner planen einen Fahrradkorso rund um das Forschungszentrum. Danach soll es eine Kundgebung und einen Demonstrationszug in der Jülicher Innenstadt geben. Die Polizei rechnet mit friedlichen Protesten.

Aufruf zur Demonstration

Mitteilung NRW-Wirtschaftsministerium vom 17. Dezember

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