Fußgänger bringt Porschefahrer vor Gericht
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Blaulicht. Foto: Friso Gentsch/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein Düsseldorfer Porschefahrer soll einen Fußgänger durch seine forsche Fahrweise verletzt und ihn dann auch noch beleidigt haben. Wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und der Beleidigung fand sich der 50-Jährige am Mittwoch auf der Anklagebank des Amtsgerichts wieder.

Er soll in einer Tempo-30-Zone auf den Fußgänger mit zwei Getränkekisten zugeprescht sein, so dass der vor Schreck zurückwich, dabei umknickte und sich verletzte. Dann soll der Sportwagenfahrer auch noch ausgestiegen sein und den Fußgänger als «fette Sau» beschimpft haben, bevor er seine Fahrt fortsetzte.

Doch der Mediziner sah die Sache am Mittwoch anders: Ein Cola-Kasten habe mitten auf der Fahrbahn gestanden und seinen Weg zum Steuerberater blockiert. Der Fußgänger habe ihn zudem mit den Worten: «Fahr' doch noch schneller, du Arsch» beleidigt. Er habe lediglich darauf hingewiesen, dass Cola fett mache und es heißen müsse: «Sie Arsch.»

Obwohl ein Zeuge bestätigte, dass die Worte «fette Sau» fielen, stellte das Gericht das Verfahren gegen den Arzt ein - der allerdings im Gegenzug 300 Euro an ein Kinderhospiz zahlen muss.

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