GEW fordert mehr Spielraum für Schulen und Kommunen
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Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
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Essen (dpa/lnw) - GEW-Landeschefin Maike Finnern fordert von der Landesregierung mehr Spielraum für Schulen und Kommunen bei Maßnahmen gegen stark steigende Infektionszahlen vor Ort. Bereits seit vielen Monaten werde von der Gewerkschaft ein Stufenplan gefordert, der verlässliche Perspektiven biete und mit Maßnahmen für den Infektionsschutz hinterlegt sei. «Schulen und Kommunen, die diese Grenzwerte überschreiten, müssen die Möglichkeit bekommen, angemessen zu handeln und dazu kann es auch gehören, die Schulen zu schließen», heißt es in einem Brief an Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der der dpa vorliegt.

Der angekündigte Selbsttests für Schüler vor den Osterferien, der vielerorts bisher nicht eingetroffen sei, sei «nicht mehr als ein Placebo». Es könne nicht Aufgabe der Lehrkräfte sein, Testungen im medizinischen Bereich zu beaufsichtigen und sicherzustellen. Sinnvoll wäre es, wenn Schüler Tests zuhause vor dem Schulbeginn machten.

Notwendig ist aus GEW-Sicht eine umfassende Test- und Impfstrategie. Unterricht könne nur in kleinen und festen Gruppen stattfinden. Für Schulen müssten ausreichend Filteranlagen beschafft werden. Schüler und einkommensschwache Familien müssten kostenlos FFP2-Masken erhalten. «Mich stimmt es zunehmend fassungslos, dass ein Jahr nach den ersten Schulschließungen die Voraussetzungen immer noch nicht geschaffen sind, unter denen Schulbetrieb gelingen kann. So wie jetzt, geht es jedenfalls nicht!», unterstrich die GEW-Landeschefin.

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