Gefährliche Haustiere: Umweltministerin für strenge Regelung
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Ursula Heinen-Esser (CDU), Landwirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Guido Kirchner/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die flüchtige Giftschlange von Herne sorgt auch in der Politik für neue Diskussionen über die Haltung gefährlicher Haustiere. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sagte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: «Ich persönlich bin gegen die Haltung sehr gefährlicher Tierarten in Wohnungen oder Häusern.» Ihr Ministerium prüfe gerade «die bestehenden rechtlichen Vorgaben und potenziell weitergehende Regelungen, eventuell auch eine Bundesratsinitiative.»

Heinen-Esser verwies einerseits auf die Gefährlichkeit der Tiere, zudem habe sie «Zweifel, ob die Haltung solcher Tiere in Wohnungen art- und tiergerecht ist.» Die Ministerin sagte weiter: «Ich bin der Ansicht, dass wir prüfen müssen, für welche besonders gefährlichen Arten eine Haltung untersagt werden kann.»

Laut Umweltministerium gibt es in Nordrhein-Westfalen bisher «keine spezifische Regelung» zur Haltung giftiger oder exotischer Tiere. Ein von der Vorgänger-Regierung geplantes «Gefahrtier-Gesetz» war von der rot-grünen Koalition wegen Widerstands aus den Kommunen auf Eis gelegt worden.

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