Geld für Schulfoto-Aufträge: Anklageschrift gegen Fotograf
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Eine Statue der Justita hält eine Waage in der Hand. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild
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Bochum (dpa/lnw) - Um an lukrative Schulfoto-Aufträge zu kommen, soll ein Unternehmen aus Gelsenkirchen deutschlandweit Lehrer und Schulleiter bestochen haben. Seit Donnerstag müssen sich der Firmenchef und dessen Vertriebsleiter in Bochum vor Gericht verantworten. Laut Anklage sollen zwischen 2012 und 2018 rund 350 Schulen illegale Zuwendungen erhalten haben - in Form von Bargeld, Gutscheinen oder Spenden. Insgesamt soll es nach Angaben eines Gerichtssprechers um mindestens 350 000 Euro gegangen sein.

Verteidiger Martin Meinberg, der den 63-jährigen Firmenchef vertritt, legte am Rande des Prozesses Wert darauf, dass sich kein Lehrer persönlich bereichert habe. Am ersten Prozesstag sollte nur die fast hundert Seiten lange Anklage verlesen werden.

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