Gemischte Reaktion von Eltern auf Lehrer-Streik

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Landeselternkonferenz steht dem Warnstreik der angestellten Lehrer mit einer gemischten Reaktion gegenüber. Einerseits habe man Verständnis für den Wunsch nach Gleichbehandlung mit beamteten Pädagogen, sagte der Vorsitzende der NRW-Landeselternkonferenz, Eberhard Kwiatkowski, der Deutschen Presse-Agentur. «Andererseits sind die Schüler und Eltern, auf deren Rücken dies ausgetragen wird, der falsche Adressat dafür.»

Die Forderungen der Gewerkschaft in Bezug auf die Gehälter wollte Kwiatkowski nicht kommentieren. Ginge es nur um mehr Geld, so gäbe es aus seiner Sicht kein Verständnis für den Arbeitskampf der Pädagogen. «Die Ungleichbehandlung von beamteten und angestellten Lehrern finden wir aber auch nicht gut», sagte der Vorsitzende der Landeselternkonferenz.

Er lobte die Gewerkschaft für die frühzeitige Ankündigung der Warnstreiks, kritisierte aber Unterrichtsausfälle. Es sei nicht so, dass alle Schüler trotz der Streiks in den Schulen betreut werden könnten. «Dann müssen die Eltern einspringen, und somit sind sie und ihre Kinder die Leidtragenden dieses Arbeitskampfes», sagte Kwiatkowski.

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