Gericht: Tatoos von Polizeibewerber kein Ablehnungsgrund

Aachen (dpa/lnw) - Das Land Nordrhein-Westfalen darf einen Polizeibewerber wegen seiner Tätowierungen nicht generell ablehnen. Das verstoße gegen das Grundrecht der freien Persönlichkeitsentfaltung, stellte das Aachener Verwaltungsgericht am Donnerstag in einem Urteil fest. Das Landesamt für die Polizeiausbildung hatte einen Bewerber wegen dessen großflächiger Tätowierungen an beiden Armen abgelehnt. Die beim Tragen der kurzärmeligen Sommeruniform sichtbaren Tatoos stellten einen Eignungsmangel dar. Der 31-jährige Bewerber, der in den gehobenen Polizeivollzugsdienst wollte, hatte dagegen geklagt.

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