Gericht: Überholen vor dem Überholverbot beenden oder abbrechen

Hamm (dpa/lnw) - Keine Ausnahme beim Überholverbot: Wenn ein Autofahrer einen Überholvorgang nicht vor einem Verbotsschild beenden kann, muss er ihn abbrechen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm nach einer am Dienstag veröffentlichen Mitteilung entschieden. Selbst wenn er schon schräg vor dem überholten Fahrzeug ist, aber noch keinen Sicherheitsabstand dazu hat, muss er sich zurückfallen lassen und dahinter wieder rechts einscheren. Das Gericht bestätigte das Bußgeld gegen einen Lkw-Fahrer, der das Überholen mehrerer anderer Lastwagen noch im Verbotsbereich fortgesetzt hatte. Der Fahrer hatte sich mit der Begründung gewehrt, er habe noch vor dem Verbotsschild mit dem Überholen begonnen und dann keine Lücke zum Einscheren gefunden.

OLG-Mitteilung

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