Gerry-Weber-Chef verlässt das Unternehmen
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An einer Filiale des Modeherstellers Gerry Weber hängt das Logo des Unternehmens. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
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Halle/Westfalen (dpa) - Kaum der Pleite entgangen muss sich der Modehersteller Gerry Weber eine neue Führung suchen. Vorstandssprecher Johannes Ehling und Produktvorstand Urun Gursu verlassen das Unternehmen wegen des Wechsels der Eigentümerstruktur auf eigenen Wunsch zum Monatsende, wie Gerry Weber am Freitag mitteilte. Die Führung des Konzerns übernimmt vorläufig der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Gedat. Der Aufsichtsrat werde nun umgehend mit der Suche nach einem oder einer neuen Vorstandsvorsitzenden beginnen, hieß es.

Der seit langem mit wirtschaftlichen Problemen kämpfende Modehersteller hatte erst zum Jahreswechsel das im April vergangenen Jahres eröffnete Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hinter sich gelassen. Im Zuge des Verfahrens waren nicht nur mehr als hundert Filialen geschlossen und zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut worden. Auch die Altaktionäre wurden entschädigungslos aus dem Unternehmen herausgedrängt. Stattdessen übernahmen die Finanzinvestoren Robus, Whitebox und J.P. Morgan das Ruder.

Ehling stand seit Ende 2018 an der Spitze des angeschlagenen Unternehmens und spielte eine Schlüsselrolle beim Umbau des Konzerns. Gedat dankte Ehling und Gursu für ihr Engagement in den vergangenen Jahren. Beide hätten «extrem wichtige Arbeit für die weitere Entwicklung des Unternehmens geleistet». Er kündigte an, das Unternehmen werde an seinem strategischen Kurs festhalten. Den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt Tobias Moser.

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