Gestohlener Tresor mit radioaktivem Inhalt wieder da
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Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
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Bonn (dpa/lnw) - Ein in Bonn gestohlener Tresor mit gefährlichen Chemikalien ist wieder aufgetaucht. Der Behälter wurde am Mittwoch von einem Bauarbeiter auf der Baustelle am Poppelsdorfer Schloss gefunden, wie die Polizei mitteilte. Die Täter hätten ihn offenbar nicht öffnen können und ihn unter Planen versteckt, berichtete die Uni Bonn. Sein Inhalt sei vollständig und unbeschädigt, wie man bei Untersuchungen unter Schutzbedingungen im Labor festgestellt habe.

Aus dem Schloss, in dem unter anderem naturwissenschaftliche Institute der Universität Bonn untergebracht sind, war der Tresor auch gestohlen worden. Unbekannte hatten die Baustelle genutzt, um über ein Gerüst einzusteigen. Die Beute war äußerst heikel. Nachdem der Diebstahl in der vergangenen Woche aufgefallen war, hatte die Uni die Diebe gewarnt: In dem Tresor seien kleine Mengen von zum Teil schwach radioaktiven Schwermetallsalzen in wässriger Lösung und in Pulverform zu finden. Es bestehe Vergiftungsgefahr. Polizei und Uni appellierten, den Behälter nicht zu öffnen.

Die Uni erklärte, mittlerweile seien verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, um die Baustelle und das Poppelsdorfer Schloss noch stärker zu sichern. Mehrere Medien hatten zuvor über den wieder aufgetauchten Tresor berichtet.

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