Grüne: Atomtransport von Jülich nach Ahaus vom Tisch

Jülich/Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Atommülltransporte aus Jülich nach Ahaus sind den Grünen zufolge nach monatelangem Streit erst einmal vom Tisch. Der Aufsichtsrat des Jülicher Forschungszentrums habe am Mittwoch beschlossen, die 152 Castoren zunächst weiter in Jülich zu lagern, um sie dann zurück ins Lieferland USA zu schicken, erläuterte die nordrhein-westfälische Grünen-Vorsitzende Monika Düker. Das Wissenschafts- und das Umweltministerium in Düsseldorf wollten sich zum Ergebnis der Aufsichtsratssitzung noch nicht äußern.

Seit langem wird darüber gestritten, was mit den in Castor-Behältern gelagerten «Atomkugeln» des ehemaligen Jülicher Forschungsreaktors geschehen soll. Die Genehmigung, den Abfall in Jülich zu lagern, läuft aus. Gegen den ursprünglich geplanten Transport ins Zwischenlager Ahaus mit vielen Fahrten durch bewohnte Gebiete hatte sich heftiger Widerstand geregt.

«Wir fordern die schwarz-gelbe Bundesregierung als Hauptanteilseigner des Forschungszentrums auf, mit den USA schnellstmöglich die Rahmenbedingungen für den Rücktransport der Brennelemente zu vereinbaren», hieß es in einer Mitteilung der Grünen.

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