Grünfinken werden Opfer einer tödlichen Parasiten-Infektion

Düsseldorf (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen werden nach Beobachtung der Naturschutzorganisation NABU immer mehr Grünfinken Opfer einer tödlichen Parasiten-Infektion. Die Singvögel hätten sich vermutlich mit dem Erreger «Trichomonas gallinae» infiziert, teilte der Umweltverband am Freitag mit. Die Krankheit äußere sich unter anderem durch Symptome wie einem verklebten Schnabel, großen Durst und schäumenden Speichel, der die Nahrungsaufnahme erschwere. Die Trichomonaden-Infektion tritt vor allem bei warmen Wetter auf und wurde in großen Teilen Deutschlands erstmals 2009 dokumentiert. Damals starben nach einer Schätzung des NABU 70 000 bis 80 000 Grünfinken.

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