Gutachten im Mordprozess Höxter: Angeklagte ohne Mitleid
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Ein Justizbeamter steht vor Angeklagten und deren Anwälten am Landgericht in Paderborn. Foto: Guido Kirchner/Archiv
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Paderborn (dpa/lnw) - Die Angeklagte im Mordprozess um die tödlichen Misshandlungen von Höxter hat kein Mitleid mit ihre Opfern oder den Angehörigen empfunden. Angelika W. ist dazu laut dem Gutachten der forensischen Psychiaterin nicht in der Lage. Trotzdem hält Expertin Nahlah Saimeh die 49-Jährige für schuldfähig.

Angelika W. habe Züge von Autismus, sagte die Gutachterin am Mittwoch am Landgericht Bielefeld. Zusammen mit dem ebenfalls Angeklagten Wilfried W. habe Angelika W. ein bösartiges Duo gebildet, um das Selbstbewusstsein ihrer Opfer mit psychischer Gewalt gezielt zu manipulieren und zu zerstören.

Über Jahre hinweg soll das Paar mehrere Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien. Der 48-Jährige und die 49-Jährige sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt.

Am Dienstag hatte die Gutachterin für Wilfried W. die Einweisung in die Psychiatrie empfohlen. Der 48-Jährige sei vermindert schuldfähig und habe eine erhebliche Intelligenzminderung.

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