Gutachter sehen 23 Pflichtverletzungen von Kardinal Meisner
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Ein goldenes Kreuz auf dem Kölner Dom leuchtet in der Sonne. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild
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Köln (dpa) - Der Strafrechtler Björn Gercke hat bei seinen Untersuchungen zum Umgang von Verantwortlichen des Erzbistums Köln mit Missbrauchsvorwürfen die meisten Pflichtverletzungen bei dem 2017 verstorbenen Kardinal Joachim Meisner festgestellt. Auf Meisners Konto gehe ein Drittel aller festgestellten Pflichtverletzungen, sagten Gercke und seine Kollegin Kerstin Stirner bei der Vorstellung ihres Gutachtens am Donnerstag in Köln. Insgesamt stellten sie 23 dieser Pflichtverletzungen fest, wie aus der Untersuchung hervorging. Ihm sei bewusst, dass Meisner in Köln für viele Menschen «Legendenstatus» habe, sagte Gercke. Weitere Pflichtverletzungen wurden demnach bei Meisners Vorgänger Kardinal Joseph Höffner (1906-1987) und bei ehemaligen Generalvikaren festgestellt.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-873266/3

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