Handy-Berater haftet nicht für gestohlene Telefone

Oberhausen (dpa/lnw) - Ein angestellter Handy-Verkaufsberater, dem bei der Arbeit Mobiltelefone gestohlen wurden, muss nicht für den entstandenen Schaden haften. Das hat das Arbeitsgericht Oberhausen in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 2 Ca 1013/11 vom 24. November).

Im konkreten Fall wurden dem Berater während eines Kundengespräches zwölf Handys aus dem Lager gestohlen. Schaden: 6040 Euro. Sein Arbeitgeber behielt den letzten Monatslohn des inzwischen beendeten Arbeitsverhältnisses und Provisionen ein. Außerdem verlangte er Schadenersatz für die gestohlenen Handys.

Der Verkaufsberater ging vor Gericht, forderte die ausstehenden Gelder und bekam Recht. Dem Arbeitnehmer sei nur «leichteste Fahrlässigkeit» vorzuwerfen. In diesem Fall müsse er nicht haften. Außerdem lehnte das Gericht einen Schadenersatzanspruch ab. Die Lohnansprüche dürfe der Arbeitgeber nicht aufwiegen.

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