Hilferuf von Ärzten aus dem Kreis Heinsberg
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Medizinisches Personal versorgt im Krankenhaus einen Patienten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - In einem Hilferuf haben Ärzte aus dem Kreis Heinsberg vor den Folgen des Coronavirus für die gesundheitliche Versorgung gewarnt. Die «medizinische Situation im Kreis Heinsberg eskaliert und nimmt bedrohliche Ausmaße an», heißt es in dem Brief, der auch vom Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) unterschrieben ist. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen. «Wir brauchen dringend Hilfe (...)», hieß es in einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein.

Durch die vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgeschriebenen Quarantänemaßnahmen würden die Krankenhäuser hochgradig behindert. Ärzte und Mitarbeiter seien deshalb nicht arbeitsfähig. Notdienste könnten nur mit Mühe und auch nur eingeschränkt besetzt werden. Nach der RKI-Regelung muss im Fall einer Infektion in der Belegschaft automatisch das ganze Team in eine 14-tägige Quarantäne.

Die Belastung durch verunsicherte Patienten sei enorm. Die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal. Der Handel liefere nicht mehr. Die kleine Lieferung durch das NRW-Gesundheitsministerium sei sofort vergriffen gewesen. In den Praxen sei so gut wie nichts angekommen. «Wir brauchen ganz dringend entsprechende Schutzmaterialien, da wir zurzeit unter Gefährdung der Gesundheit von Ärzten und Mitarbeitern arbeiten», hieß es in dem Brief.

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