Hotel-Betrüger muss 6 Monate in den Knast

Bonn (dpa/lnw) - Sechs Monate muss ein 68-jähriger Hotelbetrüger in den Knast, nachdem er drei Nächte in einem Bonner Hotel ohne ein Cent in der Tasche übernachtet hatte. Das Bonner Amtsgericht hat den ehemaligen Versicherungskaufmann am Dienstag erneut wegen Einmietbetrugs verurteilt.

Der mittellose Angeklagte hatte sich wenige Tage nach einem längeren Knastaufenthalt am 17. Juni 2015 in dem City-Hotel eingemietet; auch hatte er großzügig telefoniert und zudem im Hotel-Restaurant gegessen. Als er nach drei Tagen verlängern wollte und gebeten wurde, eine Zwischenrechnung über 427,45 Euro zu begleichen, flog der Betrug auf. Der Hotelmanager war misstrauisch geworden, als eine Scheckkarte nicht funktionierte, auch konnte der Hotelgast nur einen vorläufigen Personalausweis vorlegen. Da alarmierte er die Polizei und der Angeklagte wanderte zurück in die Haftanstalt.

Es sei die Masche des vielfach vorbestraften Angeklagten, nach Ende seiner Haftzeiten in Hotels Logis zu nehmen und die Zeche zu prellen, hieß es am Dienstag im Urteil. Eine Bewährung gab es nach zwei vorangegangenen Verurteilungen nicht mehr. Insgesamt 14 Monate hat er für relativ kurze Hotelaufenthalte in Königswinter oder auch in Siegburg auf einer Zellenpritsche verbracht.

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