Hotelschiff rammt Autobahnbrücke: bis zu 30 Verletzte
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Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Foto: Marcel Kusch
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Duisburg (dpa) - Auf dem Rhein bei Duisburg hat ein Passagierschiff den Pfeiler einer Autobahnbrücke gerammt. Mehr als zwei Dutzend Menschen wurden nach Polizeiangaben bei der Havarie am Dienstagabend verletzt, darunter der Kapitän des Hotelschiffs «Swiss Crystal». An Bord waren 129 Menschen, sie stammten vor allem aus den Niederlanden, wie eine Sprecherin die Schweizer Reederei «Scylla» der dpa mitteilte.

Fast alle Passagiere seien wieder zuhause, hieß es weiter. Die Sperrung der Brücke Baerl der Autobahn 42 wurde bereits am Vormittag wieder aufgehoben, wie der Landesbaubetrieb Straßen.NRW mitteilte. Zuvor hatten Statiker ihren Zustand überprüft.

Den ersten Ermittlungen der Polizei zufolge war die «Swiss Crystal» stromabwärts in einer langgezogenen Rechtskurve des Rheins gegen den Brückenpfeiler am linken Ufer geprallt. Normalerweise steht der Pfeiler bei Niedrigwasser an Land, am Dienstagabend allerdings wegen des erhöhten Pegels (5,68 Meter) im Wasser.

Das Schiff befand sich auf den letzten Kilometern eines am 22. Dezember begonnenen Törns mit Start und Ziel in Arnheim über Mainz und Koblenz. Am Mittwoch sollte es anlegen. Bei der Kollision seien zahlreiche Passagiere durch den heftigen Ruck gestürzt. Das Schiff, das am Bug schwer beschädigt wurde, habe Normalgeschwindigkeit von 25 bis 28 Stundenkilometern gehabt, hieß es weiter.

Den genauen Hergang der Havarie ermitteln nun Experten der Schiffsuntersuchungskommission des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA). Auch ein Notfallteam der Reederei, die insgesamt 28 Schiffe betreibt, sowie Versicherungsexperten seien vor Ort. Der Havarist wurde für die Untersuchungen etwa einen Kilometer stromabwärts nach Duisburg Mühlenweide am Eingang des Ruhrorter Hafens geschleppt. Wann das Schiff wiedergegeben werden kann, ist noch unklar.

Unklar war bis zum Mittwoch die genaue Zahl der Verletzten. Die Feuerwehr sprach von insgesamt 27 verletzten Menschen. Die Reederei des havarierten Schiffs nannte dagegen 30 Verletzte, davon 4 Besatzungsmitglieder.

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