Hunderte Polizisten mit Rocker-Ermittlungen befasst

Essen (dpa/lnw) - Unter der Leitung des Essener Polizeipräsidiums ermitteln derzeit Hunderte Polizisten in mehreren Verfahren zur Rocker-Kriminalität. Auch die Mord-Ermittlungen nach dem Tod eines Hells-Angels-Rockers seien von Duisburg nach Essen gewechselt, sagte ein Polizeisprecher in Essen. Zur Bündelung der Verfahren sei eine «Besondere Aufbauorganisation» mobilisiert worden. Von Essen aus würden nun zahlreiche Maßnahmen koordiniert.

Die Polizei widersprach Spekulationen, wonach eine undichte Stelle im Duisburger Polizeiapparat den Wechsel der Mord-Ermittlungen nach Essen ausgelöst haben könnte: «Das ist nicht der Grund und wir gehen auch nicht davon aus, dass es eine undichte Stelle bei den Ermittlungsbehörden gibt.»

Nach dem Tod des 33-jährigen Duisburger Rockers Kai M. ermittelt die Polizei gegen einen Verdächtigen aus dem gleichen Club. Die Wohnung des Beschuldigten war am Freitag durchsucht worden. Sein Anwalt hatte den Durchsuchungsbeschluss als rechtswidrig kritisiert.

Der rechte Unterarm von Kai M. war Anfang Februar von einem Angler im Rhein bei Duisburg entdeckt worden. Gerichtsmediziner stellten fest, dass der polizeibekannte Mann bereits tot war, als der Arm abgetrennt wurde.

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