IG Metall beklagt zunehmende Zahl von befristeten Arbeitsverträgen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Gewerkschaft IG Metall hat eine zunehmende Zahl von befristeten Arbeitsverträgen bei Neueinstellungen beklagt. Eine Befragung unter 1 166 Betriebsratsvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen habe ergeben, dass mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) bei Neueinstellungen auf befristete Arbeitsverträge setze, berichtete die IG Metall am Dienstag in Düsseldorf.

«Ganz normale unternehmerische Risiken werden mit dieser Art der Personalpolitik zunehmend auf die Beschäftigten abgewälzt», sagte ein IG-Metall-Sprecher. Gerade bei jungen Menschen fehlten derzeit Chancen auf eine Festeinstellung. Mit einem befristeten Arbeitsvertrag litten die Beschäftigten nicht nur unter der Unsicherheit, sondern hätten auch kaum eine Chance einen Kredit zu erhalten.

Ausgeweitet werde derzeit auch die Leiharbeit, kritisiert die Gewerkschaft. Bereits in mehr als jedem vierten Betrieb (28 Prozent) würden Stammarbeiter durch Leiharbeitnehmer oder Werkverträge ersetzt.

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