Immer mehr Menschen in NRW werden zu Freifunkern

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die «Gemeinde» der sogenannten Freifunker in Nordrhein-Westfalen ist in vergangenen Monaten stark gewachsen. «Immer mehr Menschen installieren einen der speziellen Freifunk-Router in ihren Wohnungen oder Geschäftsräumen und stellen anderen darüber einen Teil ihres Internetanschlusses zur Verfügung», sagte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Freifunk-Rheinland, Reiner Gutowski, auf Anfrage. Inzwischen seien rund 4000 Router an das Freifunk-Netzwerk angeschlossen. Im Dezember 2014 waren es demnach noch 1000.

Die gemeinnützigen Freifunk-Initiativen wollen nach eigenen Angaben möglichst vielen Menschen einen freien und nicht-kommerziellen Internetzugang ermöglichen. Dafür statten sie handelsübliche Router mit einer speziellen Software aus. Jeder kann einen solchen Router kaufen und zu Hause aufstellen. Über Funkverbindungen erkennen sich die Geräte untereinander und können miteinander «kommunizieren». Auf diese Weise entsteht an vielen Orten ein flächendeckendes Router-Netzwerk, über das auch der Zugang zum Internet möglich ist.

Eine Streitfrage bleibt, wer für mögliche Urheberrechtsverletzungen innerhalb dieses Netzwerks haften muss, denn der einzelne Nutzer bleibt darin anonym. Inzwischen befasst sich auch der Europäische Gerichtshof mit dieser Frage.

Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums

Freifunk-Rheinland e.V.

Verbund freier Netzwerke NRW

Freifunk in Arnsberg

SOCIAL BOOKMARKS