Initiator verteidigt erstes Denkmal für Conterganopfer

Stolberg (dpa/lnw) - Kurz vor der Enthüllung des ersten Denkmals für die Opfer des Schlafmittels Contergan in Stolberg bei Aachen hat der Initiator Johannes Igel seine Idee verteidigt. «Ich wollte eine Brücke bauen zwischen dem Verursacher und den Geschädigten», sagte Igel am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Der Bundesverband Contergangeschädigter - der nach eigenen Angaben den «überwiegenden Teil» der Opfer vertritt - bleibt der Enthüllung des Denkmals demonstrativ fern. Es sei ein Unding, dass das Denkmal vom früheren Conterganhersteller Grünenthal bezahlt worden sei, sagte Verbandssprecherin Ilonka Stebritz am Freitag der dpa. «Wir sehen das als zynische PR-Maßnahme von Grünenthal.»

Bundesverband Contergangeschädigter

Grünenthal-Informationen zu Contergan

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