Intendant Simons zieht Bilanz seiner ersten Ruhrtriennale

Bochum (dpa/lnw) - Der Intendant der Ruhrtriennale, Johan Simons, zieht heute Bilanz seiner ersten Spielzeit. In den vergangenen sechs Wochen waren unter dem Motto «Seid umschlungen» rund 40 Produktionen, darunter zahlreiche Uraufführungen, aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz und Kunst in früheren Zechen und Industriehallen des Ruhrgebiets zu sehen. Die Ruhrtriennale endet am 26. September.

Zu den Höhepunkten gehörten Simons' Inszenierungen des Musiktheaterstücks «Accattone» nach dem gleichnamigen Pasolini-Film und die mit Elektromusik unterlegte Wagner-Oper «Rheingold». Simons hatte auch mit ungewöhnlichen Aufführungsorten, etwa einer halb offenen ehemaligen Bergwerkshalle im Dinslakener Problemstadtteil Lohberg, Aufsehen erregt.

Bereits zwei Wochen vor Ende des experimentellen Festivals hatte die Auslastung nach Angaben von Simons bei rund 90 Prozent gelegen. Der niederländische Theatermann leitet die Ruhrtriennale bis 2017. Simons war auf den Komponisten Heiner Goebbels gefolgt und hatte soziale Gerechtigkeit, die Kluft zwischen Arm und Reich, Arbeit und Arbeitslosigkeit in den Mittelpunkt gestellt.

Programm Ruhrtriennale

SOCIAL BOOKMARKS