Islamverbände legen 16-Punkte-Plan für Moscheeöffnung vor
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An der Moschee in Köln fahren im Abendlicht Autos vorbei. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild
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Berlin/Köln (dpa) - Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) hat einen «16-Maßnahmen-Plan» für eine vorsichtige Öffnung der Moscheen vorlegt. Dieser sei nach enger Abstimmung etwa mit Moscheegemeinden, Ministerien und Gesundheitsbehörden erarbeitet worden und solle Leitfaden für Gemeinden und Moscheebesucher sein, teilte der KRM am Montag mit. Gemeinschaftsgebete sollen demnach in den Moscheen erst einmal nur zu weniger frequentierten Gebetszeiten - morgens, mittags und nachmittags - unter Auflagen stattfinden. Die sonst stark besuchten Nachtgebete im Fastenmonat Ramadan sowie die Freitags- und Festtagsgebete bleiben vorerst ausgesetzt.

«Uns liegt viel daran, die schrittweise Öffnung der Moscheen voraussichtlich ab dem 9. Mai behutsam und transparent umzusetzen», betonte KRM-Sprecher Burhan Kesici vom Islamrat in Köln. Die anhaltende Gefahr dürfe weiter nicht unterschätzt werden. Die Vorgaben würden bei Bedarf ergänzt. Für Gotteshäuser galt in der Corona-Krise seit Mitte März fast überall ein Versammlungsverbot, einzelne Länder haben dieses aber bereits gelockert. Weitere Schritte wollen Bund und Länder demnächst beraten.

Im Koordinationsrat sind die vier großen Islamverbände Ditib, Zentralrat der Muslime, VIKZ und Islamrat zusammengeschlossen, der Vorsitz wechselt turnusmäßig.

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