Jagdfeld-Klage: Prozess bis Mai unterbrochen

Dortmund (dpa) - Das Dortmunder Landgericht hat den Millionen-Schadenersatzprozess des Immobilienunternehmers Anno August Jagdfeld gegen die Versicherung Signal Iduna bis Mai unterbrochen. In einem Beschluss vom Freitag wurde beiden Seiten bis dahin die Gelegenheit gegeben, weiter schriftlich zur Sache vorzutragen. Zuletzt hatte das Gericht Vorstände und hochrangige Mitarbeiter der Versicherung als Zeugen vernommen.

Jagdfeld wirft der Signal Iduna eine gezielte Rufmordkampagne im Zusammenhang mit einem Immobilienfonds zum Wiederaufbau des Berliner Hotels Adlon vor. Den ihm dabei angeblich entstandenen Schaden beziffert er auf rund eine Milliarde Euro.

Die Vertreter der Klägerseite sind nach den Zeugenvernehmungen weiterhin optimistisch, die behauptete Rufmordkampagne beweisen zu können. Ein Sprecher von Anno August Jagdfeld warf früheren und aktuellen Vorstandsmitgliedern der Signal Iduna am Freitag vor, sich «aus der Verantwortung stehlen» zu wollen und sich in Widersprüche verstrickt zu haben.

Eine weitere Klage gegen die Signal Iduna, die nicht von Jagdfeld selbst, sondern im Namen der Fondsgesellschaft erhoben worden war, hat das Dortmunder Landgericht am Freitag als unzulässig abgewiesen. Anno August Jagdfeld habe als Geschäftsführer des Fonds vor Klageerhebung keinen förmlichen Gesellschafterbeschluss eingeholt, begründete das Gericht seine Entscheidung.

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