Justiz-Personal wirbt für den eigenen Beruf
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Ein Kampagnenplakat ist am Justizministerium in einem Fenster zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Richter, Staatsanwälte, Justizvollzugsbeamte und viele Andere werben in Nordrhein-Westfalen als Models für ihren Beruf. Unter Slogans wie «Dem Recht verpflichtet sein statt nur dem Chef» versuchen sie, den Arbeitgeber Justiz ins beste Licht zu rücken und Nachwuchs für 27 Berufsbilder anzuziehen. Justizminister Peter Biesenbach (CDU) gab am Montag in Düsseldorf den Startschuss für eine große Fachkräfte-Kampagne.

Für die Plakate und Videos unter dem Motto «Arbeiten bei der Justiz NRW. Den Menschen im Sinn» haben sich seinen Angaben zufolge 300 Freiwillige aus den Behörden des Landes beworben. Mit rund 40 000 Mitarbeitern in 267 Behörden sei die Justiz eine der größten Arbeitgeberinnen, sagte Biesenbach. Die natürliche Fluktuation angesichts der sich abzeichnenden Pensionierungswelle und zusätzliche Stellen in der Justiz machten nun größere Rekrutierungsanstrengungen nötig. Die Justiz verkörpere wie kaum ein anderer Arbeitgeber Werte wie Fairness, Verlässlichkeit, Objektivität, betonte der Minister.

Zu den Botschaftern zählt Miriam Noureddine. Die junge Frau aus dem Düsseldorfer Justizvollzugsdienst möchte auch gegen das Negativ-Image ihres Berufes angehen: «Das ist nicht nur Tür auf, Tür zu schließen und Essen bringen.» Ein junger Sozialarbeiter steht mit seinem Konterfei für die Aussage: «Ich hole Inhaftierte aus ihrem inneren Gefängnis.»

Die Kampagne soll über zwei Jahre laufen. Die Motive werden landesweit auf 1000 Großflächen und im Internet zu sehen sein. Die Gesamtkosten wurden auf bis zu 2,4 Millionen Euro beziffert.

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