Kartellamt durchsucht Verpackungsbetriebe - Verband: sind schuldlos

Bonn/Düsseldorf (dpa) - Betriebe für Metallverpackungen an elf Standorten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sind vergangenen Donnerstag (19.3.) vom Bundeskartellamt durchsucht worden. Es bestehe der Verdacht wettbewerbsbeschränkender Preis-, Mengen- und Kundenabsprachen, teilte die Behörde am Montag mit. Namen betroffener Firmen wurden nicht genannt. «Wir haben uns definitiv nichts vorzuwerfen», sagte eine Sprecherin des bundesweit tätigen Verbandes Metallverpackungen.

Ausgangspunkt der Durchsuchungsaktion sei eine anonyme Anzeige gewesen. Die Beamten durchsuchten auch die Verbandsgeschäftsstelle in Düsseldorf, wie die Sprecherin bestätigte. Dabei hätten die Beamten auch Unterlagen mitgenommen.

Die Metallverpackungsbranche ist mit bundesweit 10 000 bis 11 000 Beschäftigten in etwa 50 Firmen mit insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro Jahresumsatz relativ klein und mittelständisch geprägt. Produziert werden Schraubverschlüsse für Flaschen, Fässer bis hin zu Industriegebinden mit mehreren tausend Litern Fassungsvermögen. An den Durchsuchungen waren laut der Mitteilung 45 Mitarbeiter des Bundeskartellamtes beteiligt, die von der Kriminalpolizei unterstützt wurden. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.

Verband Metallverpackung

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