Kartellverfahren Thyssenkrupp: Weniger Abfindung für Ex-Chef
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Das Logo von Thyssenkrupp an der Konzern-Zentrale in Essen. Foto: Roland Weihrauch/Archiv
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Essen (dpa) - Das Ermittlungsverfahren gegen Thyssenkrupp wegen möglicher Kartellabsprachen bei Stahlpreisen könnte auch Folgen haben für die Abfindung des früheren Vorstandschefs Heinrich Hiesinger. «Das sind Themen aus der Zeit vor Heinrich Hiesinger, die mit seiner Rolle nichts zu tun haben», sagte Compliance-Vorstand Donatus Kaufmann zwar der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Samstag). «Trotzdem wird die Rückstellung, anders als üblich, Auswirkungen auf die Abfindung von Heinrich Hiesinger haben.» Der im Sommer zurückgetretene Thysssenkrupp-Chef habe selbst Wert darauf gelegt, dass die Konzernrisiken bei der Berechnung seiner Abfindung voll berücksichtigt würden.

Wegen der Risiken aus dem Kartellverfahren rechnet der Industriekonzern im Geschäftsjahr 2017/2018 (30. September) kaum noch mit Gewinn. Thyssenkrupp hatte sich wegen der Ermittlungen zudem nach eigenen Angaben für Rückstellungen entschieden, da man «erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht ausschließen» könne.

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