Kassenärzte-Chef: Eingeschränkte Astrazeneca-Zulassung
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Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, hält eine eingeschränkte Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs für möglich. «Die Experten prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen Einnahme von Verhütungsmitteln, Rauchen und Impfen gibt. Möglicherweise haben sich hier Risiken potenziert. Dann könnte es vielleicht eine Zulassung mit Einschränkungen geben - etwa nur für bestimmte Altersgruppen oder beispielsweise ohne gleichzeitige Nutzung der Pille», sagte Bergmann der «Rheinischen Post» (Donnerstag).

Deutschland und andere EU-Länder haben die Nutzung des Astrazeneca-Impfstoffs vorerst gestoppt. Hintergrund sind Meldungen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen. International erhielt das Präparat am Mittwoch allerdings Rückendeckung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO plädierte für die weitere Nutzung, da die Vorteile größer seien die Risiken.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-868655/2

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