Kein Wunder in Bilbao: Europa-League-Aus für Schalke

Bilbao (dpa) - Das Schalker Fußball-Wunder in Bilbao ist ausgeblieben. Trotz großer Moral konnte der Bundesligist die 2:4-Hinspielpleite gegen Athletic Bilbao nicht mehr wettmachen und schied am Donnerstagabend durch ein 2:2 (1:1) im Europa-League-Viertelfinale aus. Genau ein Jahr nach dem grandiosen 5:2 des FC Schalke 04 in der Champions League bei Inter Mailand zerplatzte damit die Hoffnung auf ein weiteres Husarenstück.

Klaas-Jan Huntelaar (29. Minute) mit einem zehnten Europacup-Treffer dieser Saison und Raúl (52.) hatten die Gäste zweimal in Führung gebracht. Doch vor 39 750 Zuschauern im ausverkauften Stadion San Mamés machten Ibai Gómez (41.) und Markel Susaeta (55.) mit ihren Treffern alles klar. Die Königsblauen können sich nun ganz auf den Bundesliga-Endspurt und die Qualifikation für die Champions League konzentrieren.

Beide Mannschaften waren schnell auf Betriebstemperatur. Athletic-Stürmer Iker Munain scheiterte per Kopf an Gäste-Schlussmann Lars Unnerstall (7.), auf der Gegenseite lenkte Keeper Gorka Iraizoz einen Volleyschuss von Huntelaar über die Latte (9.). Javi Martinez traf in der 24. Minute aus spitzem Winkel das Außennetz.

Dann half den engagierten Schalkern einmal mehr Top-Torjäger Huntelaar. Der Niederländer schnappte sich nach einem kapitalen Fehlpass der Gastgeber den Ball, zog flach aus 20 Metern ab und traf ins kurze Eck. Es war sein 42. Tor im 41. Pflichtspiel der Saison.

Die Basken zeigten sich nur kurz irritiert, zumal Ander kurz darauf angeschlagen vom Feld musste. Ausgerechnet der für ihn eingewechselte Ibai Gómez sorgte für den Ausgleich, als er ungestört aus 20 Metern mit einem herrlich angeschnittenen Schuss Unnerstall keine Chance ließ. Kurz vor der Pause zielte er aus ähnlicher Position knapp daneben. Der bis dahin blasse Raúl verpasste in der Nachspielzeit per Drehschuss das 2:1 für die Königsblauen.

Trotz der zu diesem Zeitpunkt minimalen Hoffnung auf eine Sensation schaltete der Bundesliga-Dritte auch nach der Pause zunächst nicht auf Kräfteschonung um. Chinedu Obasi scheiterte noch mit einem Fernschuss an Iraizoz (48.), ehe Raúl einen traumhaften 18-Meter-Kracher in den Torwinkel setzte. Aber wieder hatte der achtmalige spanische Meister die passende Antwort. Munain sah den frei stehenden Susaeta, der flach ins rechte Eck traf.

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