Kein Zusammenhang zwischen Brandanschlag und Drogenfund

Essen (dpa/lnw) - Die vergangene Woche in Essen in Brand gesetzten Werbefahrzeuge der AfD und eine gleich nebenan entdeckte große Marihuana-Plantage stehen laut Polizei in keinem Zusammenhang. «Es ist enormer Zufall, dass diese Straftaten so nah nebeneinander verübt worden sind», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. In der Nacht zum vergangenen Donnerstag hatten bislang Unbekannte drei großflächig mit AfD-Europawahlwerbung beklebte Autos in einem Hinterhof angezündet. Die Polizei geht von politisch motivierter, schwerer Brandstiftung aus. Eine konkrete Spur fehle jedoch bislang.

Auch das angrenzende Gebäude war durch die Flammen beschädigt worden. Zufällig stieß die Feuerwehr in dem unbewohnten mehrstöckigen Haus auf eine große Cannabis-Plantage mit rund 1500 zum Teil abgeernteten Pflanzen. Die Polizei geht davon aus, dass hier Drogen von einem Verkaufswert von mehr als einer Million Euro angebaut wurden. Gefahndet wird derzeit nach dem Mieter der Räume, der laut Polizei womöglich vom Balkan stammt. Die Ermittler hoffen außerdem auf weitere Zeugenhinweise.

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