Keine «Kögida»-Demo in Köln: Trotzdem Gegenkundgebung am Dom

Köln (dpa/lnw) - Die «Kögida»-Kundgebung in Köln für die Abschiebung angeblicher Wirtschaftsflüchtlinge und den Austritt Deutschlands aus Nato und EU ist am Mittwoch ausgefallen. Die Organisatoren hatten ihre Anmeldung zurückgezogen und das mit Krankheitsfällen in der Organisationsgruppe begründet. Das Bündnis «Köln gegen Rechts» hielt aber an seiner Gegenkundgebung nahe Dom und Hauptbahnhof fest. Nach Angaben der Polizei kamen am Abend 200 bis 300 Demonstranten, um gegen «Kögida» zu protestieren.

Vor einer Woche hatten in Köln etwa 200 «Kögida»-Anhänger demonstriert, es kamen 1500 Gegendemonstranten. «Kögida» ist verflochten mit dem Düsseldorfer Pendant «Dügida», wo am Montag 110 Anhänger demonstriert hatten. Die Teilnehmergruppen in Köln und Düsseldorf überschneiden sich. Nach Angaben des Verfassungsschutzes sind die Demos in Köln und Düsseldorf nicht nur von Rechtsextremisten gesteuert, auch ein erheblicher Teil der Demonstranten kam bislang aus der rechtsextremen Szene. Die islamkritische Dresdener Pegida distanzierte sich von beiden Gruppen.

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