Kinder in Gefahr: Verdachtsfälle erneut gestiegen    

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen gehen immer mehr Hinweisen nach, dass Kinder vernachlässigt oder sogar misshandelt wurden. Die Behörden überprüften 2014 insgesamt 31 612 Verdachtsfälle. Das waren 1066 beziehungsweise 3,5 Prozent mehr als 2013, teilte das Statistischen Landesamtes am Mittwoch in Düsseldorf mit. Bereits 2013 waren die Überprüfungen deutlich gestiegen. In 3902 Verdachtsfällen - also etwa jedem achten Fall - stellten die Jugendämter 2014 eine akute Gefährdung fest.

Im Detail sahen die Jugendämter in 2347 Fällen Anzeichen von Vernachlässigung (plus 12,4 Prozent). In 1239 Verdachtsfällen wurden Anhaltspunkte für eine körperliche Misshandlung gesehen (plus 6,9 Prozent). In 1020 Fällen (plus 15,4 Prozent) gab es demnach Anzeichen für eine psychische Misshandlung und in 240 Verdachtsfällen (plus 16,5 Prozent) für sexuelle Gewalt. Dabei wurden zahlreiche Fälle mehreren Kategorien zugeordnet.

Pressemitteilung IT.NRW zum Jahr 2013

Pressemitteilung IT.NRW zum Jahr 2014

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