Kindernothilfe erreicht 2,1 Millionen Kinder

Duisburg (dpa/lnw) - Trotz eines Spendenrückgangs haben 2018 weltweit mehr als 2,1 Millionen Kinder von Projekten der Hilfsorganisation Kindernothilfe profitiert. Die Zwei-Millionen-Marke sei damit erstmals seit Gründung 1959 überschritten worden, teilte die Organisation am Dienstag in Duisburg mit. Weltweit flossen insgesamt 47,8 Millionen Euro in 609 Projekte (2017: 49,1 Millionen Euro für 697 Projekte). Das Spendenaufkommen sank 2018 deutlich. Wurden 2017 noch 55,5 Millionen Euro gespendet, waren es im vergangenen Jahr 50,6 Millionen Euro. Die Organisation geht davon aus, dass die Spenden im laufenden Jahr wieder ansteigen und 2021 bei rund 54 Millionen Euro liegen werden.

Die Kindernothilfe setzt sich für mehr Kinderrechte, Bildung, Schutz vor Gewalt und den Kampf gegen Kinderarbeit ein. Weltweit habe man mehr als 35 000 Selbsthilfegruppen initiiert: «Über die Mütter in den Selbsthilfegruppen erreichen wir auch die Kinder. Dieser Ansatz verändert nicht nur das Leben eines einzelnen Kindes, sondern den Lebensstandard ganzer Gemeinden und Regionen», berichtete die Selbsthilfegruppen-Koordinatorin der Kindernothilfe in Äthiopien und Somaliland, Sinafikish Legesse, laut der Mitteilung.

Die christliche Organisation gibt nach eigenen Angaben 82,7 Prozent der Spenden für Projekte aus. Die übrigen 17,3 Prozent fließen in Verwaltung, Werbung und Spenderservice.

SOCIAL BOOKMARKS