Knapp 49 000 Tiertransporte in NRW kontrolliert: 289 Mängel
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Schweine schauen durch die Gitter eines Tiertransporters. Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Während zurzeit Schlachthöfe im Fokus der Öffentlichkeit stehen, schauen die Behörden auch auf die Straße: In NRW wurden in diesem Jahr bis zum Mai 48 711 Mal Tiertransporte kontrolliert. In 289 Fällen wurden «nicht transportfähige» Tiere entdeckt. 114 Mal blieb es bei Belehrungen, einmal wurde eine Ordnungsverfügung erstellt, in 78 Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren eröffnet. Strafverfahren wurden in keinem einzigen Fall eingeleitet. Diese Zahlen teilte das Umweltministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Landtag mit. Die Reaktion der Behörden richtete sich demnach nach der Härte der festgestellten Verstöße.

Auffallend aus Sicht der Grünen: Bei den Kreisordnungsbehörden zeigten sich große Unterschiede beim Verhältnis von Kontrollen und Beanstandungen. So hätten zum Beispiel die Behörden im Kreis Düren in diesem Jahr bei fast 12 Prozent der kontrollierten Transporte etwas gefunden. Im Kreis Borken seien es noch 7 Prozent gewesen, im Kreis Gütersloh nur rund 1 Prozent, im Kreis Warendorf habe es bislang gar keine Beanstandungen gegeben. Für diese Quoten wertete die Fraktion die Tabellen in der Antwort des Umweltministeriums aus.

Für den Tierschutz-Experten der Grünen, Norwich Rüße, zeigen die Zahlen, «dass die Kontrollbehörden derzeit nicht einheitlich vorgehen. Die schwarz-gelbe Landesregierung muss für einheitliche Standards bei den Transportkontrollen sorgen».

2019 wurden laut Ministerium übrigens 119 686 Tiertransporte in NRW kontrolliert, 2018 waren es 124 394 Kontrollen.

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