Knorr-Bremse schließt Produktionswerk in Wülfrath
DPA
Das Logo der Knorr-Bremse AG ist auf einem Schild zu sehen. Foto: Nicolas Armer/Archivbild
DPA

München/Wülfrath (dpa/lnw) - Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse will sein Produktionswerk für Lenkungssysteme in Wülfrath bei Wuppertal bis zum Jahr 2020 schließen. Ein wesentlicher Grund für die Entscheidung sei das unerwartet frühe Auslaufen eines Großauftrages für Pkw-Lenksysteme, teilte das Münchner Familienunternehmen am Donnerstag mit.

Am Standort Wülfrath arbeiten nach Unternehmensangaben derzeit 356 Mitarbeiter, davon 66 Leasing-Kräfte. Für sie sollen nun Interessensausgleichs- und Sozialplanverhandlungen beginnen. Einige Arbeitsplätze sollen aber auch erhalten werden. Knorr Bremse will darüber das in den letzten Jahren in Wülfrath aufgebaute Know-how im Entwicklungs- und Projektmanagementbereich für Nutzfahrzeug-Lenkungen in einem Kompetenzzentrum erhalten. «Dadurch soll ein wesentlicher Teil der in diesen Bereichen tätigen Mitarbeiter weiter beschäftigt werden», berichtete der Konzern.

Knorr-Bremse ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Bremsen für Züge und bei Druckluftbremsen in Lastwagen, stellt aber auch Zugtüren, Lenksysteme sowie Heizungs- und Lüftungssysteme her. Das Unternehmen beschäftigt rund 28 500 Mitarbeiter.

SOCIAL BOOKMARKS