Köln bekommt Astro-Anlage für Mond-Mission
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Der Astronaut Matthias Maurer steht im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) neben einem Modell. Foto: Felix Hörhager/dpa/Archivbild
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Köln (dpa) - Der Bau einer neuen Trainingsanlage in Köln für Reisen zum Mond rückt näher. Sie soll unweit des Europäischen Astronautenzentrums entstehen. «Im Laufe des Jahres werden wir mit dem Bau der Halle beginnen können. Im April 2021 soll das Gebäude stehen. Dann befüllen wir es mit Sand», sagte der deutsche Astronaut Matthias Maurer der Deutschen Presse-Agentur.

Es handelt sich um eine einzigartige Anlage, die einen Aufenthalt auf dem Mond simulieren soll. Vulkanischer Sand aus der Eifel ersetzt dabei den feinen Mondsand. Um die verminderte Schwerkraft auf dem Erdtrabanten nachzuahmen, sollen die Astronauten zudem in Seile eingehängt werden. «Man kann sich das ein bisschen vorstellen wie ein Konzert von Helene Fischer, wenn sie an einem Seil über die Bühne schwebt», sagte Maurer, der Leiter des Projekts «Luna» ist.

Hintergrund ist der Plan, wieder Astronauten zum Mond zu schicken. Esa-Chef Jan Wörner wirbt seit Jahren für ein «Moon Village», eine Mond-Basis für Forschungszwecke. Der Mond gilt zudem als Zwischenschritt für eine sehr viel kompliziertere Reise zum Mars. In der Halle in Köln sollen Technologien getestet werden, die man dafür benötigt. «Wir hoffen, dass wir im Zeitraum 2025 bis 2030 zwei, vielleicht auch drei Europäer Richtung Mond schicken können», sagte Maurer.

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