Kohlestiftung investiert in Mittelstand: Zelt-Hersteller Röder

Essen (dpa) - Die RAG-Stiftung zur Abdeckung der künftigen Steinkohlelasten investiert weiter in Mittelständler. Zum Jahresende werde der hessische Hersteller von Zelten und Zelthallen Röder (Büdingen) mit gut 500 Mitarbeitern und 80 Millionen Euro Umsatz übernommen, teilte die Stiftung mit. Zuvor hatte die Stiftung bereits Minderheitsanteile an dem Pharmahersteller ZellBios und dem Münchner Online-Tierbedarfshändler Zooplus sowie die Mehrheit an dem rheinland-pfälzischen Automatisierungsspezialisten Hahn übernommen.

Die Stiftung hat ein Milliardenkapital gesammelt, aus dem ab 2019 die dauerhaften Folgelasten des deutschen Steinkohlebergbaus finanziert werden sollen. Wegen des niedrigen Zinsniveaus wird das Geld nicht nur in sichere Papiere, sondern auch in ausgewählte mittelständische Unternehmen investiert. Wenn Ende 2018 die letzte deutsche Steinkohlezeche schließt, fallen nach jetziger Einschätzung jährlich rund 220 Millionen Euro etwa für das dauerhafte Abpumpen von Grubenwasser an Ruhr und Saar an.

Mitteilung RAG

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