Kommunen kontrollierten zum Mieterschutz Tausende Wohnungen
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Michael Groschek spricht am Rande eines Treffens. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Vermüllung, Ungeziefer, Schrottimmobilien: Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben Vermietern in mehr als 6000 Fällen Wohnungskontrolleure ins Haus geschickt. Zu den 6200 Fällen zwischen Mai 2014 und Ende 2016 kämen jeden Monat etwa 200 weitere hinzu, teilte Wohnminister Michael Groschek (SPD) am Dienstag in Düsseldorf mit.

Seit dem Inkrafttreten des Wohnungsaufsichtsgesetzes Ende April 2014 haben die Kommunen mehr Handhabe gegen Vermieter, die ihre Wohnungen vernachlässigen. «Damit machen wir kriminellen und nur auf den Profit schauenden Vermietern das Leben deutlich schwerer», betonte Groschek. In 114 der insgesamt 396 NRW-Kommunen sei das Gesetz bislang angewendet worden.

Etwa jeder zweite Fall könne einvernehmlich gelöst werden, in den anderen Fällen werde ein Verwaltungsverfahren eingeleitet. Bei Verstößen gegen das Gesetz können von den Kommunen Bußgelder in Höhe von bis zu 50 000 Euro verhängt werden. Betroffene Mieter können sich direkt an das Wohnungsamt ihrer Kommune wenden.

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