Kostbare Leihgabe: «Karlsepos» wird erstmals in Paderborn gezeigt

Paderborn (dpa/lnw) - Die Ende Juli startende große Paderborner Ausstellung über die Ausbreitung des Christentums in Europa kann mit spektakulären Leihgaben aufwarten. Das «Karlsepos», eine Handschrift von unschätzbar hohem historischen Wert, wurde am Dienstag in die ostwestfälische Stadt gebracht. Das nur äußerst selten verliehene kostbare Manuskript aus der Stiftsbibliothek St. Gallen ist ein zentraler Bestandteil der Schau «Credo - Christianisierung Europas im Mittelalter». Die Ausstellung präsentiert vom 26. Juli bis 3. November an drei Schauplätzen in Paderborn mehr als 600 Exponate. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck, der die Schau auch eröffnen wird.

Das «Karlsepos» ist ein zeitgenössischer Bericht über das wichtige Treffen zwischen Karl dem Großen und dem einem Attentat entronnenen Papst Leo III. im Jahr 799 in der Pfalz in Paderborn. Die Zusammenkunft ging der Kaiserkrönung Karls im Jahr 800 voraus. Das Treffen war nach Ansicht der Historiker richtungweisend auch für die Mission der sächsischen Gebiete.

Infos zur Ausstellung

SOCIAL BOOKMARKS