Kraft, Westerwelle und Lammert würdigen Richter

Köln (dpa/lnw) - Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat den Maler Gerhard Richter am Donnerstag zu dessen 80. Geburtstag gewürdigt. Richter habe viel für das hohe künstlerische Ansehen Nordrhein-Westfalens beigetragen, erklärte die Regierungschefin. «Gerhard Richter hat die Kunst im wahrsten Sinne des Wortes in ein ganz neues Licht gerückt», betonte sie und verwies auch auf das von Richter gestaltete Fenster im Kölner Dom.

Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle würdigte den Künstler. «Sein Können und die Vielfalt seiner Arbeiten von der Malerei bis zu den Kölner Domfenstern sind zutiefst beeindruckend», teilte Westerwelle in Berlin mit. Bundestagspräsident Norbert Lammert gratulierte dem in Köln lebenden Richter ebenfalls zum Geburtstag. Seine Lebensleistung werde weltweit anerkannt.

Richter, der in Dresden geboren wurde, wird in internationalen Rankings seit vielen Jahren als einer der weltweit einflussreichsten Künstler eingestuft. Als sein größtes Verdienst gilt es, der Malerei in den 60er Jahren wieder neue Relevanz gegeben zu haben. Außerdem überwand Richter den Gegensatz zwischen abstrakter und gegenständlicher Malerei. Er selbst lässt sich keiner bestimmten Stilrichtung zuordnen. Sein großes Thema ist der Schein der Dinge, auch der Bilder, dem man nach Richters Ansicht nicht trauen sollte.

Website Gerhard Richter

Interview auf «Welt Online»

Mitteilung Kraft

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