Kraft fordert «Null-Toleranz»» gegen Rechtsextreme

Bielefeld (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ist über den Rücktritt des Ortsbürgermeisters von Tröglitz in Sachsen-Anhalt wegen einer angekündigten Rechten-Demo vor seinem Haus schockiert. «Die Vorgänge in Tröglitz sind ein fatales Signal. Wir haben gemeinsam die Pflicht, die öffentliche Sicherheit zu organisieren, damit genau eine solche Situation nicht eintritt», sagte Kraft der in Bielefeld erscheinenden «Neuen Westfälischen» (Montagsausgabe). Bei Rechtsextremen und Neonazis müsse der Grundsatz «Null Toleranz» gelten.

Der Tröglitzer Ortsbürgermeister Markus Nierth (parteilos) war zurückgetreten, weil er sich und seine Familie nicht genug geschützt sah. Angereiste Rechte hatten seit Wochen gegen die geplante Aufnahme von Asylbewerbern demonstriert und wollten auch vor Nierths Wohnhaus aufmarschieren.

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