Kraft will mehr EU-Gelder für vorbeugende Sozialpolitik ausgeben

Düsseldorf/Brüssel (dpa/lnw) - Fördermittel aus den Strukturfonds der Europäischen Union sollen in Nordrhein-Westfalen verstärkt Kindern und Familien zugutekommen. Das kündigte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) am Dienstag bei einem Besuch des Europäischen Parlaments in Brüssel an. In der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 sollten die Gelder gezielt in frühe Hilfen, Krippen- und Ganztagsplätze sowie in bessere Übergänge von der Schule zum Beruf investiert werden, heißt es in einer in Düsseldorf veröffentlichten Mitteilung. Vorbeugende Strukturen überall dort, wo Kinder frühe Hilfe brauchen, könnten «soziale Reparaturkosten» vermeiden.

Nach Angaben des Europaministeriums in Düsseldorf flossen in der laufenden Förderperiode insgesamt 2,2 Milliarden Euro aus drei Strukturfonds nach NRW. Für die nächsten Jahre sei mit geringeren Anteilen zu rechnen.

Der Vorsitzende der SPD-Europa-Abgeordneten, Udo Bullmann, unterstrich, anders als die Bundesregierung wolle die SPD nicht «Kürzen nach dem Rasenmäherprinzip zum Allheilmittel» erklären. «Wir Sozialdemokraten sparen dagegen an Steuerlöchern und Bürokratie und setzen auf die Zukunft junger Menschen in NRW und Europa.»

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