Krebspatienten mit Kinderwunsch vor Therapie oft schlecht informiert

Münster (dpa/lnw) - Trotz einer Chemotherapie oder Bestrahlung müssen Krebspatienten nicht kinderlos bleiben. Die Reproduktionsmedizin könne in vielen Fällen helfen, sagten Experten bei einem Fachkongress am Freitag in Münster. Spermien, unbefruchtete Eizellen oder Eierstockgewebe können vor der Krebstherapie konserviert und aufbewahrt werden. Darüber würden allerdings nur 38 Prozent der Krebspatienten informiert.

«Immerhin jeder zweite Hodenkrebspatient wird aufgeklärt», sagt Sabine Klisch vom Centrum für Reproduktionsmedizin der Uni Münster beim Kongress des Dachverbands der Reproduktions-Biologen und -Mediziner (DVR). Ethisch umstritten ist dabei das Einfrieren von unbefruchteten Eizellen und Eierstockgewebe. Denn nicht nur Krebspatientinnen können die Technik nutzen, sondern auch Frauen, die Kinder in einem biologisch nicht mehr fruchtbaren Alter bekommen wollen.

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