Kreis Coesfeld: Modellprojekt noch ohne Außengastronomie
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Ein Wendeschild mit der Aufschrift "geöffnet" wird umgedreht. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild
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Coesfeld (dpa/lnw) - Der Kreis Coesfeld hat sein Modellprojekt in der Corona-Krise gestartet, verzichtet aber vorerst auf die Öffnung der Außengastronomie. Darauf weist der Kreis am Freitag in einer Pressemitteilung hin. «Wir wissen, dass sich viele Menschen nach weiteren Öffnungen auch im Bereich der Gastronomie sehnen, und auch die Gastronomen eine klare Perspektive benötigen. Wir haben uns dennoch gemeinsam dazu entschieden, diesen Bereich noch nicht zu öffnen», sagten Landrat Christian Schulze Pellengahr (CDU) und Bürgermeistersprecher Wilhelm Sendermann laut Mitteilung.

«Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Rahmenbedingungen, unter denen eine Öffnung einiger Außengastronomiebereiche möglich ist, müssen aber noch mit weiteren Akteuren abgestimmt werden», heißt es in der Mitteilung.

Für das vom Land geförderte Modellprojekt hat der Kreis die nötige juristische Grundlage mit der Veröffentlichung einer Allgemeinverfügung am Donnerstag gelegt. In einzelnen Kommunen können jetzt zum Beispiel Freilichtbühnen, ein Freibad oder ein Fitnessstudio wieder öffnen. Ob und wann genau die Kommunen wirklich loslegen, wird ihnen überlassen.

Der Kreis Coesfeld hatte laut Robert Koch-Institut am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 84,8 - womit er unter der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner an sieben Tagen lag. Jedes Modellprojekt ist mit einer konsequenten Nachverfolgung verbunden.

Zahlreiche Kommunen hatten sich beim Land beworben, um bei den Modellprojekten mitzumachen. 14 wurden ausgesucht. Doch durch das hohe Infektionsgeschehen verzögert sich der Start fast überall. Über einer Inzidenz von 100 dürfen die Modellkommunen nicht beginnen.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-416380/2

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