Kreis Düren stellt neuen Antrag für Distanzunterricht

Düren (dpa/lnw) - Der Kreis Düren hat angesichts zahlreicher Neuinfektionen einen neuen Antrag bei der Landesregierung für Distanzunterricht an den weiterführenden Schulen gestellt. Trotz einer Allgemeinverfügung vom 5. März für bestimmte Gebiete der Stadt Düren liege die Inzidenz im Kreis seit mehr als drei Wochen bei etwa 130 und im Stadtgebiet aktuell jenseits der 200.

«Wir müssen deshalb weiter reagieren», sagte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) am Donnerstag laut einer Mitteilung in einem an die Bürger gerichteten Video. Der Landrat kündigte demnach an, dass die weiterführenden Schulen im Kreisgebiet am kommenden Montag wieder zum Distanzunterricht zurückkehren sollen und die Allgemeinverfügung zunächst um eine Woche bis zum 28. März verlängert wird.

Der Kreis habe erneut an das Land einen entsprechenden Antrag für Distanzunterricht an den weiterführenden Schulen gestellt. «Wir meinen unseren neuerlichen Antrag sehr ernst und erwarten, dass das Land zustimmt», betonte Spelthahn. «Die hohen Ansteckungsraten lassen uns keine Wahl.» Er verwies auf den Erlass des Landes, dass bei einer nachhaltigen und signifikanten Überschreitung der Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner pro Woche Kreise im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zusätzliche Maßnahmen an Schulen ergreifen könnten.

Dass sich die Infektionslage im Kreis Düren verschärft, wird nach Angaben der Kreisverwaltung auch durch die Infektionen deutlich, die aus Einrichtungen gemeldet wurden. In den vergangenen beiden Wochen wurden demnach aus 14 Kitas im Kreisgebiet 16 positive Fälle gemeldet (10 Kinder, 6 Beschäftigte). Im gleichen Zeitraum wurden aus 20 Schulen 30 Infektionen registriert (28 Schüler, 2 Beschäftigte).

Auch der Landrat des Oberbergischen Kreises, Jochen Hagt (CDU), kündigte am Donnerstag in einer Mitteilung die Prüfung weiterer Maßnahmen für Schulen und Kitas an, etwa ein Aussetzen des Präsenzunterrichts bis zu den Osterferien. Auch eine Rückkehr zum eingeschränkten Pandemiebetrieb in den Kitas sei sinnvoll. Dann gilt der Appell, nur noch Kinder in die Einrichtungen zu bringen, wenn unbedingt nötig.

Beide Kreise hatten in der vergangenen Woche einen Antrag gestellt, die weitere Schulöffnung in den beiden Wochen bis zu den Osterferien auszusetzen. Die Landesregierung lehnte dies ab, so dass seit Montag der weitere Öffnungsschritt an den weiterführenden Schulen landesweit erfolgte. Alle Schüler werden in Wechselmodellen mit dem Lernen zuhause seit Montag auch wieder in den Schulen unterrichtet.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-873608/4

SOCIAL BOOKMARKS