Kriminalbeamte kritisieren «Arbeit am gleichen Täter»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Angesichts steigender Diebstahlszahlen hat der Bund der Kriminalbeamten (BDK) gefordert, das Nebeneinander von Landes- und Bundespolizei zu beenden. Die unproduktive «Arbeit am gleichen Täter» müsse aufhören, forderte der BDK am Freitag in Düsseldorf. Wenn man die Dateien von Bundes- und Landespolizei vergleiche, stoße man immer wieder auf dieselben Intensivtäter.

Während der Taschendiebstahl am Bahnhof aber Sache der Bundespolizei sei, werde er einige Meter weiter zum Fall für die Landespolizei. Daher gehe viel Wissen über osteuropäische Täterbanden, die für viele der Delikte verantwortlich seien, verloren. Auch die Computersysteme der Polizeibehörden der anderen Bundesländer gehörten besser vernetzt.

«Was wir zunächst am dringendsten benötigen, ist eine gemeinsame «Task Force Eigentum»», sagte Sebastian Fiedler, NRW-Landesvorsitzender des BDK. Gemeinsam besetzte Dienststellen, gemeinsame Leitstellen und gemeinsame IT-Systeme würden eine Menge Ressourcen sparen.

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