Künstlicher See beschäftigt Verfassungsrichter

Münster (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Verfassungsgerichtshof hat am Mittwoch einen Streit um einen geplanten riesigen See verhandelt. Die verklagte Landesregierung hält die Klage der Stadt Düren für unzulässig. Der Kommune entstehe durch eine Flutung des Braunkohlelochs im Tagebau Inden «insgesamt kein Schaden», sagte der Rechtsvertreter des Landes am Mittwoch beim Prozess in Münster. Zudem seien die eigenen Pläne von Düren, wie die Fläche zu nutzen sei, noch nicht sehr weit gereift. Die Landesregierung greife daher nicht in die Planungshoheit ein und verletze somit auch nicht die Verfassung. Der Vertreter der Stadt Düren wies das zurück. Jahrzehnte im Voraus konkrete Planungen zu betreiben, sei schlicht «unsolide». Düren will das Loch mit Erdreich auffüllen. Das Urteil fällt am 25. Oktober.

Ankündigung der Klage

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