Kumpel verabschieden «ihre» Kantinenfrauen auf Prosper
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Ehemalige Bergleute verabschieden Küchen-Beschäftigte. Foto: Roland Weihrauch/dpa
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Bottrop (dpa/lnw) - Ehemalige Bergleute der Steinkohlezeche Prosper Haniel in Bottrop haben am Montag an Schacht 10 «ihre» Kantinenfrauen verabschiedet. Mehrere Hundert Kumpel kamen zum letzten Arbeitstag der verbliebenen beiden Küchen-Beschäftigten. Zum Abschied überreichten sie Hunderte Rosen und bedankten sich. «So viele Rosen auf einmal hab ich überhaupt noch nicht gesehen», sagte Marika Grinski. Die 64-Jährige arbeitete zwanzig Jahre lang in der Kantine der Steinkohlenzeche.

Aus der Zeche war vor gut einem Jahr das letzte Stück Steinkohle gefördert worden. Damit endete der industrielle Steinkohlenbergbau in Deutschland. Die Aufräumarbeiten unter Tage dauerten bis Mitte Dezember. Auch für viele der Kumpel endet ihr Arbeitsleben als Bergmann an Silvester.

«Wir waren hier immer auch Seelsorgerinnen und Psychologinnen. Die Kumpels konnten hier alle hier Sorgen erzählen», sagte Grinski. «Es war eine sehr schöne Zeit.» Zum Abschied seien viele Tränen geflossen. Ein letztes Mal gaben sie Kaffee und Snacks aus. «Brühwurst, Brötchen - dann sind sie glücklich, die Männer», sagte Jasmin Burow. Die 46-Jährige hat in ihrer Zeit für den Catering-Anbieter Linnartz nun die dritte Zechenschließung miterlebt.

«Für viele Bergleute war das immer eine ganz besondere Beziehung. Unter Tage arbeiten ja sonst auch keine Frauen, da entsteht über all die Jahre einfach was», sagte ein RAG-Mitarbeiter.

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